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Alebrijes - Meisterstücke mexikanischer Bildhauer und Maler

Alebrijes - Meisterstücke mexikanischer Bildhauer und Maler

59,00 EUR
inkl. 7 % MwSt. zzgl.
Art.Nr.:HZA-001
Lieferzeit: 3-4 Tage

Endlich ist es soweit. Eine Lücke auf dem europäischen Buchmarkt wird geschlossen.

Der renommierte Stuttgarter Rechtsanwalt Hartmut Zantke hat sich dem Thema "Alebrijes" gewidmet. In seinem Standardwerk wird ausführlich auf die spezielle Kunstform sowie deren Erschaffer eingegangen. Über 272 Fotos zeigen die Klasse  und Vielfalt dieser Kunstform.
Das vorliegende Buch gliedert sich in zwei Teile: Den Textteil und den Bildteil.

Der Textteil stellt die historischen Wurzeln der Alebrijes, deren Herstellung und Wirtschaftlichkeit in den Zentren der Bildhauer und Maler in dem mexikanischen Bundesstaat Oaxaca dar mit den Biografien der bekanntesten mexikanischen Künstler, die Alebrijes als Kunstobjekte herstellen. Der Bildteil mit 272 Fotos von bedeutenden Alebrijes gibt einen Überblick über diese in den letzten Jahren hergestellten Kunstobjekte.

Auszug:

Der Name „Alebrije“ beschreibt ein aus Pappmaché oder Holz hergestelltes meist tierähnliches Fabelwesen aus Mexiko. Sie werden in Mexiko auch „animalitos“, „monos“ oder einfach „figuras“, in der spanischen Sprache auch “Imaginäre“ oder “Fantasie“ genannt.

Pedro Linares López (1906-1992) stellte in Mexiko-Stadt traditionelle Faschingsmasken, Piñatas und Puppen her. Nach einer Überlieferung soll er im Alter von 30 Jahren sehr krank geworden sein. Medikamente gegen seine großen Schmerzen und hohes Fieber konnte er nicht bezahlen. Im Fieberwahn sah er sich in einer schönen Landschaft ohne Schmerzen umgeben von friedlichen Löwen mit Adlerköpfen, Eseln mit Schmetterlingsflügeln und vielen anderen Fabeltieren. Diese riefen ihm immer wieder die gleichen Worte zu "Alebrijes, Alebrijes, Alebrijes!". Nach einiger Zeit bekam Pedro Kopfschmerzen und lief den Fabeltieren davon. Auf einer Straße begegnete er einem Mann und fragte ihn, "wie er diesen Ort verlassen könnte". Der Mann war sehr verwundert und sagte, "dass Pedro eigentlich noch nicht hier sein dürfte und er solle die Straße weiter entlang laufen bis er einen Ausgang finden würde". Pedro lief weiter und weiter bis er ein Fenster erreichte, aus dem er herausklettern konnte. Lineares erwachte aus seinem Fiebertraum und erzählte seinen Angehörigen von den Fantasiegeschöpfen. Er war von diesen Fabelwesen derart fasziniert, dass er nach seiner Gesundung aus Pappmaché die ihm im Traum begegneten Fabeltiere anfertigte. Die bunt bemalten Pappmaché-Figuren waren komplex geformt mit leuchtenden bunten Farben, Hörnern, Flügeln, langen Schwänzen, großen Augen und oft furchterregenden Zähnen. Er nannte sie "Alebrijes".

Einem Galeristen aus Cuernavaca gefielen die Fantasie-Figuren so gut, dass er sie als „Alebrijes“ über seine Galerie mit großem Erfolg verkaufte. Pedro Linares López wurde hierdurch als Künstler weltweit bekannt.

Im Jahr 1980 begann Don Manuel Jiménez (1919-2005) Alebrijes aus dem Holz des Copal-Baumes mit seiner Machete grob heraus zu hauen und mit primitiven Messern detailliert zu schnitzen. Anschließend bemalte er die Fabelwesen, fast immer Tierfiguren in ihrer charakteristischen Haltung, mit Motiven aus der mystischen Welt seiner indianischen Vorfahren und seiner katholischen Religion. Manuel Jiménez López übertrug Form und Farbgebung der Fabelwesen seiner Vorfahren in die heutige Zeit. Seine Alebrijes sind sehr begehrt und von Museen und Sammlern gesucht. Er trug wesentlich dazu bei, dass viele arme Bauern und Handwerker mit ihren Familien aus dem mexikanischen Bundesstaat Oaxaca, insbesondere aus den Dörfern San Antonio Arrazola, San Martin Tilcajete, La Union Tejalapa und San Pedro Cajonos, die uralten Traditionen ihrer Vorfahren wiederbelebten und mit dem Schnitzen von Alebrijes begannen. In den letzten 30 Jahren haben sich einige der Schnitzhandwerker zu bedeutenden Bildhauern entwickelt, deren Kunstwerke weltweit begehrt sind. Die Bildhauer in Oaxaca (ausgesprochen: wa-haw-ka), sind zapotekische und mixtekische Indianer, die Nachkommen der pre-columbianischen Zapoteken- und Mixteken-Kultur. Sie haben trotz des starken Einflusses der spanischen Eroberung Mexikos im 16. Jahrhundert bis heute die Kunstformen ihrer Vorfahren bewahrt. Die fantasievollen und irrealen Holzskulpturen, meistens Tierfiguren aus dem Aztekenkalender, mit ihrer bunten, aber selten aufdringlichen harmonischen Bemalung finden immer mehr Kunstfreunde in aller Welt. Die in diesem Buch vorgestellten Künstler begeistern mit ihrer Fantasie und Farbempfinden sowie mit ihrer präzisen und detaillierten Bildhauerarbeit. In der heutigen oft fantasielosen technisierten Welt führen die Alebrijes zurück in eine Traumwelt.

Nachdem heute alle Holzschnitzereien und Skulpturen der Holzbildhauer aus Oaxaca allgemein als „Alebrijes“ bezeichnet und damit die „echten“ Alebrijes im Sprachgebrauch nicht mehr von einfachen, zum Teil serienmäßig hergestellten Schnitzereien unterschieden werden, ist eine Differenzierung des Begriffs der „Alebrijes“ dringend erforderlich. Deshalb habe ich sie in 4 Gruppen eingeteilt.

Für Sammler von Kunst, seien es Museen- oder Privatsammler, sind vor allem die ersten zwei Gruppen, von mir als „echte“ Alebrijes bezeichnet, interessant, da sie als Kunstobjekte sammlungswürdig sind. Herrliche Farben der Gemälde auf imaginären Wesen oder realistisch geschnitzten Tieren können jeden Kunstfreund begeistern.

Da die Herstellung von Alebrijes aus Holz erst ca. 30 Jahre alt ist, haben die meisten Käufer keine vorgefasste Meinung über die Form der Alebrijes und deren Bemalung. Sie wissen nicht, wie eine optimal geschnitzte Alebrije und deren farbliches Design auszusehen hat.

Für den Wert einer Alebrije ist die Kompliziertheit der Schnitzerei, möglichst aus einem Stück Holz und die künstlerische Qualität der Bemalung entscheidend. Einfache, aus mehreren Holzstücken zusammengenagelte oder geklebte Alebrijes, mag ihre Bemalung auch noch so sehr den Geschmack von Touristen treffen, finden nur bei einem niedrigen Preis Käufer.

Bis auf das Absägen der Bäume und Äste, für die die Holzlieferanten Kettensägen benutzen, werden die „echten“ Alebrijes von den Bildhauern Oaxacas ausschließlich mit der Hand gefertigt. Hierzu benutzten sie für die grobe Arbeit wie ihre Vorfahren die Machete, verschieden geformte Messer, Meißel mit Holzhammer, Hohleisen und Holzschaber.

Das Bemalen der Alebrijes ist fast immer langwieriger und schwieriger als die Arbeit der Bildhauer und Schnitzhandwerker. Die komplizierteste und aufwendigst hergestellte Schnitzerei wird oft nur eine Handwerksarbeit bleiben, wenn sie nicht durch individuelle Bemalung von einem talentierten Maler zu einem Kunstwerk erhoben wird. Erst nach der Bemalung der geschnitzten Skulptur zeigt sich, ob es sich bei der Alebrije um eine einfache Schnitzerei, um gute individuelle Arbeit für den anspruchsvollen Käufer oder aber um ein Kunstwerk in Museumsqualität handelt.

Das Werk des Bildhauers ist auch bei „echten“ Alebrijes nur der Rahmen für das Gemälde des Malers. Statt der Leinwand benutzt der Maler das Material Holz in Form einer Skulptur und kann aus dieser mit seinen Ideen einen surrealen Hund, Löwen, Frosch oder Drachen malen. Selbst die einfachste Holzschnitzerei kann von dem Maler in ein fantastisches Wesen und in ein Kunstobjekt verwandelt werden.

Mit dem komplexen dualen Kalendersystem der Azteken wurden sämtliche Aspekte des Ritualwesens und der Jahreszeiten geregelt. Die Kalender basierten auf einer Kombination von Zahlen und Symbolen.

Der Ring der 20 Tageszeichen wird für jeden Tag (tonalli) durch ein anderes Wesen (ein bestimmtes Symbol), z.B. durch ein bestimmtes Tier, eine Pflanze oder eine Naturerscheinung, dargestellt. Schon die Vorfahren der heutigen indigenen Bevölkerung Oaxacas stellten diese Wesen in Stein und Holz her. Jedes dieser Wesen hat bestimmte Merkmale, die nach alter Auffassung auf den einzelnen Menschen zu übertagen sind. Nach der Philosophie der Vorfahren der heute lebenden indigenen Bevölkerung Mexikos stehen Tiere und Wesen symbolhaft für bestimmte menschliche Eigenschaften. Diese Tiere und Wesen werden heute als Alebrijes hergestellt.

Nach Don Jacobo Angeles reichen heute die Wesen des heiligen 20-Wochen-Kalenders, insbesondere dessen Tiere, nicht mehr für die Darstellung von Alebrijes aus, um die Wünsche der Touristen und Sammler zu erfüllen. Deshalb werden heute auch Tiere außerhalb des 20-Wochen-Kalender, z.B. Zebras, Elefanten, Giraffen, als Alebrijes hergestellt.

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